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Exil-P.E.N. Meldungen |
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Benedikt Dyrlich, langjähriger
Chefredakteur der sorbischen Tageszeitung Serbske Nowiny, Vorsitzenden
des Sorbischen Künstlerbundes und Mitglied des Exil-P.E.N. erhielt den |
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Konferenz
und russisches Poesie-Festival 21.-22.10.2011
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IN
MEMORIAM Dr.
Otto von Habsburg (20.11.1912 - 4.07.2011) Im
Kreis seiner Familie verstarb am 4. Juli 2011 in Pöcking mit 98 Jahren
unser Ehrenmitglied Dr. Otto von Habsburg. Als Nachfolger von Richard
Nikolaus Coudenhove-Kalergi war er viele Jahre Präsident der
Internationalen Paneuropa-Union, später ihr Ehrenpräsident und gehörte
bis 1999 zu den aktivsten Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Es
war deshalb auch nicht verwunderlich, dass er in den Nachrufen als
bedeutender Europa-Politiker gewürdigt wurde. Dem
Exil-P.,E.N. fühlte er sich sehr verbunden, was er in vielen Briefen
zum Ausdruck gebracht hat. So freute er sich in einem seiner Schreiben
darüber, dass sich der Exil-P.E.N. auch für die Schriftsteller aus der
ehemaligen Sowjetunion einsetzt. Dr. von Habsburg war beglückt darüber,
dass Länder wie Ungarn, die Slowakei und Tschechien nun der Europäischen
Union angehören. Wörtlich
schrieb er einmal in einem seiner Briefe: "Dies gilt aber auch für
jene Staaten und Nationen, denen das Recht auf Europa noch immer
vorenthalten wird, wie Kroatien, Mazedonien, den Kosovo oder die
Ukraine. Wir dürfen nicht vergessen: Paneuropa ist ganz Europa!"
Da er sich "grundsätzlich für sprachliche Minderheiten
einsetzte", unterstützte er auch, wo er nur konnte, die Lausitzer
Sorben. Da
Dr. Otto von Habsburg viele Jahre im Exil leben musste, fühlte er sich
mit den Mitgliedern des Exil-P.E.N. Clubs "stets solidarisch",
wie er das uns einmal 2002 versicherte. Unvergessen
bleibt, dass er vielen Verfolgten des Naziregimes geholfen hat. So gilt
Dr. Otto von Habsburg als einer der selbstlosen Helfer, der großen
Anteil daran hatte, dass rund zehntausend Juden vor dem Zugriff der
Nationalsozialisten gerettet werden konnten. So setzte er von 1938 bis
1940 vorwiegend von Paris aus alle Hebel in Bewegung, um die von Hitler
politisch Verfolgten in Sicherheit zu bringen. Noch im Sommer 1940, als
die Truppen Hitlers kurz vor Paris standen, rettete Dr. von Habsburg 200
österreichische Juden und verließ erst danach in letzter Minute die
französische Hauptstadt. Da sich sein Bruder Felix. auf einer
Vortragsreise in den USA befand, konnte dieser Kontakte speziell mit
Brasilien, Kolumbien und Peru knüpfen, um zehntausenden politischen Flüchtlingen
aus Südfrankreich zur Flucht nach Lateinamerika zu verhelfen. Wie
Dr. von Habsburg dem Autor dieses Beitrags berichtete, konnte er
erreichen, dass die Dominikanische Republik ihm mehrere Tausend Visen
zur Verfügung stellte: "Die Vorbedingung der dominikanischen
Gesetzgebung aber war, dass die Einreisenden Landwirte sein mussten. Nun
haben wir aber keine Landwirte unter den Flüchtlingen gehabt. Doch die
dominikanische Seite drückte großzügig beide Augen zu. Sie nahm die
politischen Flüchtlinge aus Deutschland auf, auch wenn die meisten
nichts von der Landwirtschaft verstanden. So glatt wie in der
Dominikanischen Republik lief das natürlich nicht überall ab. Durch
den gewaltigen Ansturm überfordert, gingen manche lateinamerikanischen
Länder zu einer restriktiven Einwanderungspolitik über. Ohne
Bestechungsgelder war da oft nichts zu machen. Viel Geld war
erforderlich für falsche Pässe, neue Berufsbezeichnungen und für
Einreisesteuern." So
wie Dr. von Habsburg während des Zweiten Weltkrieges vom Hitlerregime
Verfolgten half, setzte er sich 1989 für die DDR-Flüchtlinge in Ungarn
ein. Gemeinsam mit ungarischen kommunistischen Politikern organisierte
er das sogenannte paneuropäische Picknick an der Grenze zwischen Ungarn
und Österreich, wodurch vielen hundert Flüchtlingen aus der DDR die
Ausreise in den Westen ermöglicht wurde. Nicht
nur die vom Hitlerregime Verfolgten und die Flüchtlinge aus der DDR
haben dem Verstorbenen viel zu verdanken. Auch wir
Exil-P.E.N.-Mitglieder haben mit dem großen Europäer Otto von Habsburg
einen Freund verloren, welcher uns als Kämpfer für Demokratie,
Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit und Menschlichkeit ein Vorbild bleiben
wird, dessen Anteilnahme und Rat wir sehr vermissen werden. Hans
Lindemann |
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Maćij Bulank • Róža Domašcyna Prjedy
hač woteńdźeš
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Mitgliederversammlung
in Friedrichroda, 15.-17. April 2011 |
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Hans Lindenmann (v. r.),
Horst Samson, Urszula Usakowska-Wolff, Helmut Ruppert, |
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Wolfgang
Schlott (v. r.), Hans Lindenmann (v. r.),
Horst Samson, |
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Balthasar
Waitz (vorne links), Petra Curescu, Monika Dyrlich, Benedikt Dyrlich |
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Horst Samson, Generalsekretär mit Marina Michel, Schatzmeisterin. Foto: Paul Taussig |
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Prof.
Dr. Wolfgang Schlott, Präsident ( r.), Boris
Chansanow,
Anna Fadin, |
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Hans
Lindemann (v. l.), Ilse Hehn, Vizepräsidentin, Marina Michel |
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Urszula Usakowska-Wolff stellt bei "Sternmut-Literatur-Bunt" am Donnerstag, 07.04.2011 ihren Gedichtband "Perverse Verse" vor. Beginn 19.30 Uhr im Hotel Goldener Pflug, Dorstr. 2-6, 71636 Ludwigsburg. |
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Karel Kukal: "Dem tschechischen Uran-Gulag entflohen", swissinfo.ch |
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Ilse Hehn Eine Kollektion ausgesuchter Kurzgedichte von Ilse HehnJapanische Übersetzung:
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Lebenswege,
Heldentaten: Ein Lesebuch für Schülerinnen und Schüler Herausgeber Davyd Rozenfeld, Potsdam U.a. mit Beiträgen von Elie Wiesel, Johanna Schmeller, Sandra Kaupmann, Mosche Meisels, Nina Reinhardt, Martin Guse, Vladka Meed, Urszula Usakowska-Wolff |
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David Rozenfeld erhielt 2010 den 2. Preis für Integration der Stadt Potsdam für sein Projekt: "Lebenswege, Heldentaten: von Kindern und Jugendlichen in der Zeit des Nationalismus. Ein Lesebuch für Schülerinnen und Schüler. >>> |
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Mit
Beiträgen u.a. von |
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Anthologie-Präsentation "Madona má červenú dušu" |
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Am
9. Dezember 2010 wurde im Slowakischen Instituts Berlin die im Verlag
Milanium erschienene Anthologie "Madona má červenú dušu"
(Madonna hat eine rote Seele) präsentiert: eine repräsentative Auswahl
von zehn zeitgenössischen sorbischen Dichterinnen und Dichtern,
zusammengestellt und mit einem Vorwort von Benedikt Dyrlich, der auch
die bibliographischen Angaben über die Autorinnen und Autoren
verfasste. Die Gedichte wurden von den renommierten Lyrikern Ľubomír
Feldek, Ján Zambor und der Lyrikerin Dana Podracká (von der das
Nachwort stammt) in Zusammenarbeit mit Peter Čačko ins
Slowakische übersetzt und von der sorbischen Künstlerin Isa Bryccyna
illustriert. Die Moderation des literarischen Abends übernahm Urszula
Usakowska-Wolff, Vizepräsidentin des Exil-P.E.N. An der Lesung nahmen
die in der Anthologie vertretenen Lyrikerinnen Róža Domašcyna,
Christiana Pieniekowa (Lenka), der Lyriker Beno Budar sowie Alfons Wićaz-Lehmann
vom Sorbischen Künstlerbund teil, der den abwesenden Benedikt Dyrlich
vertrat. Die slowakischen Übersetzungen der sorbischen Gedichte wurden von Martin Sarvaš,
Direktor des Slowakischen Instituts in Berlin, vorgelesen. Die
Mezzosopranistin Tanja Donath sang sorbische und slowakische Lieder,
begleitet von der Pianistin Liane Bertók. Dieser gelungene
literarisch-musikalische Abend war eine gemeinsame Veranstaltung des
Literaturinformationszentrum Bratislava und des Sorbischen Künstlerbundes
e.V. in Budyšin(Bautzen). |
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Christiana Pieniekowa (v.l.), Róža Domašcyna, Urszula Usakowska-Wolff,
Beno Budar, |
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Christiana Pieniekowa (v.l.), Róža Domašcyna, Urszula Usakowska-Wolff,
Beno Budar, |
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Christiana Pieniekowa (v.l.), Róža Domašcyna, Urszula Usakowska-Wolff,
Beno Budar, |
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Mezzosopranistin Tanja Donath und Pianistin Liane Bertók.
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Anthologie-Präsentation,
Slowakisches Institut Berlin, 9.12.2010. |
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Anthologie-Präsentation,
Slowakisches Institut Berlin, 9.12.2010. |
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Sorbische Bücher im
Slowakischen Institut Berlin, 9.12.2010. |
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Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19:00 Uhr Präsentation der
Anthologie |
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Donnerstag, 18. November 2010, 19.00 Uhr Lesung
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Die Frühjahrstagung und Mitgliederversammlung 2011 |
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finden von Freitag, d. 15. bis Sonntag, d. 17. April 2011 im Berghotel
Friedrichroda bei Gotha statt. Am Anreisetag treffen wir uns nach
dem Abendessen gegen 20 Uhr zur ersten Sitzung in einem der Seminarräume
des Hotels. |
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Jiři Panyr (04.07.1942-03.11.2010) |
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Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb am 3. November 2010 in München unser langjähriges Mitglied Prof. Dr. Jiři Panyr. Am 4. Juli 1942 geboren, studierte unser Freund an der Mathematisch-Physikalischen Fakultät der Prager Karls-Universität. Nach seinem Studium war er wissenschaftlicher Aspirant an der Akademie der Wissenschaften, musste jedoch nach der sowjetischen Intervention in der damaligen ČSSR im Herbst 1968 Prag verlassen und lebte seitdem in München. Dort verfasste er auch seine Doktorarbeit. Bis zu seiner Pensionierung arbeitete er in der Direktion Forschung der Siemens AG und nahm auch noch eine Lehrtätigkeit als Professor an der Universität Saarbrücken und der Technischen Hochschule Ilmenau auf. Außerdem betätigte er sich als Akademischer Rat an einer slowakischen Hochschule. Professor Panyr, von dem viele wissenschaftliche Publikationen vorliegen, war nicht nur ein hoch begabter Mathematiker, sondern auch ein musischer Mensch. Er war ein sehr talentierter Puppenspieler und hat mit seinem Puppenspiel Erwachsene und Kinder gleichermaßen erfreut. Seine letzte Ruhe findet er in seiner Heimatstadt Prag. Wir werden unserem Freund ein ehrendes Andenken bewahren. Hans
Lindemann
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Deutsche,
Tschechen und Slowaken im Exil. Muzeum českého a slovenského exilu/
Museum des tschechischen und slowakischen
Exils Štefánikova 22, 60 200 Brno |
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07.10.2010, 17:45 -
18:30 Uhr, Frankfurter Buchmesse 2010, | |
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29.September 2010,
19:00 Uhr "Leben und
Schreiben zwischen Polen und Deutschland" |
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Mit
Beiträgen u.a. von
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12.September 2010,
Ludwig Museum Koblenz, 11:00 Uhr Einführung: Prof.
Dr. Wolfgang Schlott >>> |
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Am 32. Fest der Sorbischen Poesie nahmen unsere Mitglieder Róža Domašcyny, Benedikt Dyrlich, Timo Měškank und Urszula Usakowska-Wolff teil >>> |
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Karel Kukal-Beyeler Zehn Kreuze - Ausbrüche aus dem tschechoslowakischen Gulag novum pocket, 2010 178 Seiten ISBN: 978-3-99010-041-7 Preis € 9,45 |
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Wolfgang Schlott Die Laubenpieper sujet verlag, 2010
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Einladung
zu einer Lesung mit |
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Benedikt
Dyrlich wurde von Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler
die höchste Auszeichnung des Freistaates Sachsen, der Verdienstorden,
verliehen. Damit werden seine Leistungen als langjähriger Chefredakteur
der sorbischen Abendzeitung Serbske Nowiny sowie als Vorsitzender des
Sorbischen Künstlerbundes gewürdigt. |
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Boris Schapiro Was wünscht
mir Biographische Erzählungen Verlag Ralf Liebe, 2010 80 Seiten ISBN: 978-33941037-52-6 Preis 15 € |
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