Herzlich willkommen beim Exil-P.E.N. im Internet!

Im Exil-P.E.N., Sektion deutschsprachiger Länder, sind vorwiegend Autoren, die aus politischen Gründen ihre Heimat verließen oder gar verlassen mussten, verbunden.
Schriftsteller, die im Exil leben, schauen auf einen weiten Horizont. Ihr Blick richtet sich oft über Grenzen hinaus und in die Details anderer Gesellschafts- und Lebensformen hinein. Das kann für eine Gesellschaft, die sich dafür öffnet, von Nutzen sein – nicht im Sinne von Besserwisserei, sondern zur Erweiterung von Erfahrung. Und wie könnte diese lustvoller geschehen als durch Literatur?
Wir laden Sie ein, hier die Autoren des Exil-P.E.N. kennenzulernen – sowohl durch eine sich aufbauende Sammlung ihrer Texte, als auch durch Stellungnahmen zum (literarischen) Zeitgeschehen.

Ursula Teicher-Maier

NEUER LITERATURPREIS GEGRÜNDET

Eine Gruppe von Schriftstellern, Literaturwissenschaftlern und Journalisten,
bestehend aus Werner Kremm, Horst Samson, Olivia Spiridon, Erwin Josef Tigla als Gastgeber und Joachim Wittstock
hat auf Anregung des Schriftstellers Hellmut Seiler den
Rolf-Bossert-Gedächtnispreis
ins Leben gerufen, um die Erinnerung an diesen viel zu früh verstorbenen Dichter und sein Werk wachzuhalten.

Damit geht die Gründung eines Förder-und Freundeskreises einher, der neuen Mitgliedern offensteht.

Der Preis wird alljährlich im Rahmen der Deutschen Literaturtage in Reschitza verliehen, die 2020 zum 30. Mal ausgetragen werden. Er ist mit 1000-€ dotiert.

Erwartet werden namentlich gekennzeichnete deutschsprachige unveröffentlichte Texte - bis 5 Gedichte oder Aphorismen bzw. bis 5 DIN A 4-Seiten Kurz-/Minimalprosa bis jeweils den 15. Februar an die
Deutsche “Alexander Tietz”-Bibliothek Reschitza/Biblioteca Germana „Alexander Tietz“ Resita,
Bd. Revolutia din Decembrie Nr. 22, RO-320086 RESITA
und im pdf-Format an die Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Die XXX. Auflage dieser Literaturtage findet 2020 vom 26.-29. März an obengenanntem Ort statt.

 

Der Anschlag auf die Synagoge in Halle und die Tötung von Passanten durch einen von Rassenwahn befallenen Täter ist nur die extremste Form eines sich seit Jahren in Deutschland wie auch in zahlreichen anderen Ländern ausbreitenden dumpfen antisemitischen Hasses. Die statistischen Befragungen verdeutlichen dieses bedrohliche Meinungsspektrum: Mehr als 30 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland äußert sich latent oder öffentlich judenfeindlich. Diese Einstellung wird sowohl von rechtsextremistischen, linksradikalen wie auch Islam-assoziierten Kreisen getragen.

Der Exil-P.E.N. deutschsprachiger Länder, in dem Mitglieder aus mehr als 15 Ländern vereint sind, und der sich auf der Grundlage der Charta des Internationalen P.E.N. für die Bekämpfung von Rassen- und Völkerhass einsetzt, ruft unsere demokratisch eingestellte Gesellschaft in Deutschland zu geschlossenem Handeln gegen den sich ausbreitenden Antisemitismus auf. Er wendet sich in Publikationen, Lesungen und öffentlichen Bekundungen gegen die sich ausbreitenden Lügen, Verleumdungen und die Entstellung von historischen Fakten, und er fordert zu solidarischem Handeln mit gesellschaftlichen Organisationen auf, die 70 Jahre nach der systematischen europaweiten Vernichtung von Juden durch die Nazis ihre Aufklärungsarbeit unvermindert fortsetzen.

Schützt unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger gegen die Demagogie der Geschichtsfälscher und gegen die Hasstiraden derjenigen, die diffuse Unzufriedenheit mit demokratischen Verhältnissen für ihre Hass geladene Propaganda benutzen.

Präsidium, Vorstand und Mitglieder des Exil-P.E.N. Club Deutschland
30. Oktober 2019

Der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e.V. verleiht Iris Wolff den Thaddäus-Troll-Preis 2019 für ihren im Otto Müller Verlag erschienenen Band "So tun, als ob es regnet".
In der Jury-Mitteilung heißt es: "...ein Buch, mit dem es der Autorin gelingt, auf kleinster Fläche, poetisch und in perspektivischer Vielschichtigkeit, einen facettenreichen Ausblick in die Raumtiefen des 20. Jahrhunderts zu eröffnen. In vier so luftig wie dicht verwobenen Erzählungen wird, was gemeinhin die „große Geschichte“ genannt wird, erfahrbar als Intensitäts- und Intimraum der je im Mittelpunkt stehenden Figur. Während Nebenfiguren zu Protagonisten werden, ein Ring mit Bedacht seine Besitzerinnen wechselt und die Lebenden die Worte der Toten sprechen, entsteht die Zeit als sich vertiefender Raum."
Iris Wolff wurde 1977 in Hermannstadt geboren und ist Mitglied des Internationalen Exil-P.E.N.

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